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Archiv 2013: Geistliches Konzert Stabat Mater

Das "Stabat mater" ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt.

Geistliches Konzert Stabat Mater

Der Kulturkreis Algund organisiert das geistliche Konzert am Hochunserfrauentag "Stabat Mater" von Giovanni Battista Pergolesi. Das Konzert findet am Donnerstag, 15. August 2013 um 20.30 Uhr in der alten Pfarrkirche Algund statt. Ausführende sind Elisabeth Teresa Mair, Sopran, Ivo Majer, Countertenor, Carlo Benzi, Orgel und Streicher des Pfarrorchesters Algund. Gesamtleitung: Roland Moosmair

Die Sopranistin Elisabeth Teresa Mair stammt aus Algund und studiert seit 2008 bei Professor Christiana Serafin de Ocampo am Prayner Konservatorium in Wien Sologesang. Sie sammelte bereits Konzerterfahrung in Österreich und Südtirol. Gemeinsam mit Ivo Majer ist sie Mitglied im "Collegium musicum" des Prayner Konservatoriums, welches sich vor allem mit alter Musik beschäftigt.

Der kroatische Countertenor Ivo Majer wuchs in Zagreb auf und sang bereits bei Produktionen und Konzerten in Kroatien, Österreich, Italien und Deutschland. Seit 2010 studiert er ebenfalls Sologesang am Prayner Konservatorium in Wien bei Professor Christiana Serafin de Ocampo. Parallel dazu ist er seit 2011 Student an der Partneruniversität des Prayner Konservatoriums in der Slowakei.

Das "Stabat mater" ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt. Die Verfasserschaft ist ungeklärt; das Gedicht wurde in der Vergangenheit unter anderem Papst Innozenz III. († 1216) sowie den Franziskanermönchen Iacopone da Todi († 1306) und Johannes Bonaventura († 1274) zugeschrieben. Die bekannteste deutsche Übertragung des "Stabat mater" stammt von Heinirich Bone (1847), welche auszugsweise auch im Gotteslob unter der Nummer 584 "Christi Mutter stand mit Schmerzen" enthalten ist.

Giovanni Battista Pergolesi gehört zum Kreis der Komponisten, welche das "Stabat mater" vertont haben. Die ersten polyphonen Vertonungen dieses Gebets sind auf Josquin Desprez und Giovanni Pierluigi da Palestrina (15.-16. Jh.) zurückzuführen, die letzteren hingegen stammen von wichtigen zeitgenössischen Komponisten (u.a. Krzystof Penderecki, Arvo Pärt, Martin Lutz und Wolfgang Rihm). Pergolesi, der am Konservatorium von Neapel studierte und in derselben Stadt als Organist der Königlichen Kapelle tätig war, komponierte dieses Werk für Sopran, Alt, Streicher und Continuo im Jahre 1736, im Auftrag der "Confraternità dei Cavalieri di S. Luigi di Palazzo", um vermutlich die Vertonung des "Stabat mater" von Alessandro Scarlatti zu ersetzen. Dieses Werk gilt als Pergolesis letzte vollendete Komposition, da er im selben Jahr an Tuberkulose starb. Seine Opern und geistlichen Werke schließen sich an der musikalischen Tradition der Hauptstadt des süditalienischen borbonischen Königreichs an: Kontrapunktische Satzweisen wechseln sich mit opernhaften melodischen Elementen ab und bilden somit den besonderen Stil des Werkes. Der liturgische Text wird eigentlich vertont, als handele es sich um ein Opernlibretto geistlichen Inhalts. Dementsprechend bildet sich die folgende Form, in der textentsprechend Arien und Duette sich miteinander abwechseln:

  1. Duett (S,A) "Stabat mater dolorosa" f-Moll, Grave 4/4
  2. Arie (S) "Cuius animam gementem" c-Moll, Andante Amoroso 3/8
  3. Duett (S,A) "O quam tristis et afflicta" g-Moll, Larghetto 4/4
  4. Arie (A) "Quae moerebat et dolebat" Es-Dur, Allegro 2/4
  5. Duett (S,A) "Qui est homo" c-Moll, Largo 4/4; "Pro peccatis suae gentis" Es-Dur, Allegro 6/8
  6. Arie (S) "Vidit suum dulcem natum" f-Moll, a tempo giusto 4/4
  7. Arie (A) "Eia mater fons amoris" c-Moll, Andantino 3/8
  8. Duett (S,A) "Fac ut ardeat cor meum" g-Moll, Allegro 2/2
  9. Duett (S, A) "Sancta mater, istud agas" Es-Dur, a tempo giusto 4/4
  10. Arie (A) "Fac ut portem Christi mortem" g-Moll, Largo 4/4
  11. Duett (S,A) "Inflammatus et accensus" B-Dur, Allegro non troppo 4/4
  12. Duett (S,A) "Quando corpus morietur" Largo assai, f-Moll 4/4; dann "Amen" f-Moll, Presto assai 2/2

Wie bei vielen berühmten Lied-Texten gibt es zum "Stabat mater" mehrere verschiedene Versionen. Diejenige, die Giovanni Battista Pergolesi vertonte, unterscheidet sich nur ein wenig von der mittelalterlichen Gebetfassung und stimmt fast mit der aktuellen liturgischen Version überein, die im "Graduale Romanum"(1973-79) enthalten ist. Der Text besteht aus zehn Strophen, die nochmals unterteilt sind in zwei Teilstrophen aus je drei Zeilen.




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